Richtig Lüften

Neue Fenster verlangen einen intensiveren Luftaustausch

Alte Fenster lassen viel Wärme nach draußen – und unkontrolliert Frischluft nach innen. Bei neuen Wärmeschutzfenstern ist das nicht mehr der Fall. Dadurch steigt der Lüftungsbedarf, sonst droht dicke Luft und im schlimmsten Fall sogar Schimmel.

Der erforderliche Luftaustausch ergibt sich aufgrund der anfallenden Feuchtigkeit beim Wohnen und der Schadstoffbelastung der Luft. Allein durch einstündiges Kochen und 15minütiges Duschen von zwei Personen gelangt täglich rund 2,5 Liter Wasser in die Raumluft. Weitere Feuchtigkeitsquellen sind das Trocknen von Wäsche, die menschliche Atmung und Pflanzen in der Wohnung.

Diese Feuchtigkeit muss hinausgelüftet werden, damit sie nicht an kalten Oberflächen wie ungedämmten Außenwänden kondensiert und im schlimmsten Fall zu Schimmelbildung führt. Aber auch das ausgeatmete Kohlendioxid und die Ausdünstungen der Möbel und Teppiche erfordern einen regelmäßigen Luftaustausch. Sie führen sonst schnell zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen. Jeder Person sollten rund 30 Kubikmeter frische Luft pro Stunde zur Verfügung stehen.

Die traditionelle Lüftungsvariante ist die Lüftung über geöffnete Fenster:
Mehrmals am Tag für einige Minuten mit weit geöffneten Fenstern stoßlüften. Die in Wänden und Decke gespeicherte Wärme bleibt so im Raum. Die Lüftungszeit verkürzt sich, wenn durch Querlüftung ein Durchzug hergestellt wird. Wichtig ist, vor dem Lüften frühzeitig die Heizkörperventile zu schließen. So kann auch die Restwärme der Heizflächen noch genutzt werden.

Besonders in Feuchträumen gut lüften

In Feuchträumen muss besonders auf das richtige Zusammenspiel von Lüften und Heizen geachtet werden, da mehr Energie benötigt wird um feuchte Luft zu erwärmen.

Werden in Ihrer Wohnung Zimmer nicht mitgeheizt, so achten Sie darauf, dass die angrenzenden Türen geschlossen bleiben. Gelangt wärmere, feuchte Luft in diese Räume so kann es zur Taupunktunterschreitung kommen - es besteht Schimmelgefahr!